Jeder Zweite unzufrieden mit Pflegeangeboten vor Ort
Mehr als die Hälfte der Bürger in Deutschland ist mit den Pflegeangeboten vor Ort unzufrieden. Außerdem verpassen fast 45 Prozent der Bundesregierung in puncto Pflege die Note "ungenügend", und damit die Schulnote 6, weitere 24 Prozent sprechen von "mangelhaft" (5). Eine große Online-Umfrage im Auftrag des AOK Bundesverbands mit rund 10.000 Teilnehmern zeigt: Sorgen verursachen vor allem steigende Eigenanteile und Versorgungslücken.
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Nur 18 Prozent der Befragten glauben, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ausreichend Unterstützung finden
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Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der AOK sind 53 Prozent der Befragten unzufrieden mit den Angeboten in ihrem Bundesland, etwa bei Pflegeheimen, ambulanten Diensten oder Beratungsstellen. Nur ein Drittel (33 Prozent) bewertet die Situation positiv.
Besonders kritisch sehen die Menschen die Lage im Saarland: Dort äußern sich 61 Prozent unzufrieden. Vergleichsweise besser fällt das Urteil in Schleswig-Holstein aus – hier liegt die Unzufriedenheit bei 50 Prozent, gleichzeitig ist ein Drittel der Befragten zufrieden.
Ein zentrales Thema sind die Kosten. Bereits heute liegen die Eigenanteile im Heim laut AOK im Schnitt bei rund 2.600 Euro monatlich – und die Sorgen wachsen weiter. 86 Prozent der Befragten fürchten, im Pflegefall finanziell überfordert zu sein. Ebenso viele erwarten steigende Beiträge zur Pflegeversicherung in naher Zukunft. 84 Prozent gehen davon aus, dass die Kosten weiter steigen werden.
In Sachsen-Anhalt gaben 57 Prozent der Regierung die Note "ungenügend"
Auch strukturelle Defizite schlagen sich in der Wahrnehmung nieder: Nur 18 Prozent der Befragten glauben, dass Pflegebedürftige und pflegende Angehörige in Deutschland ausreichend Unterstützung finden. Gleichzeitig sorgen sich viele um konkrete Folgen – etwa, keinen bezahlbaren Heimplatz in der Nähe zu finden oder Angehörige finanziell zu belasten.
Die Bewertung der Politik fällt sehr deutlich aus: 68 Prozent vergeben für die Pflegepolitik der Bundesregierung die schlechtesten Note "ungenügend" oder "mangelhaft". Besonders kritisch ist die Stimmung in Ostdeutschland, etwa in Sachsen-Anhalt, wo 57 Prozent der Befragten "ungenügend" ankreuzte.