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27. März 2026 | 07:00 Uhr
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Mehr Kompetenzen machen ambulante Pflegekräfte glücklich

Mehr Kompetenzen für Pflegefachkräfte verbessern nicht nur die Versorgungsqualität, sondern machen den Beruf auch attraktiver – gerade in der ambulanten und häuslichen Pflege. Das zeigt eine aktuelle Studie des Iges-Instituts, das zu Gesundheitsfragen forscht und berät. Für die Altenpflegebranche könnte die Kompetenzerweiterung somit auch ein Mittel gegen den Fachkräftemangel sein.

Die Iges-Studie zeigt, dass durch erweiterte Kompetenzen auch die Arbeitszufriedenheit steigt 

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Wenn über erweiterte Kompetenzen in der Pflege gesprochen wird, geht es oft um Krankenhäuser. Die aktuelle Studie des Iges-Instituts zeigt jedoch: Gerade in der ambulanten, gemeindenahen und häuslichen Pflege liegt großes Potenzial. Die Analyse wertete 67 internationale Studien aus und identifizierte insgesamt 74 Aufgabenbereiche, die Pflegefachkräfte übernehmen können – von Koordination über Prävention bis hin zu Leitungsfunktionen. Besonders häufig wurden Tätigkeiten in der häuslichen Langzeitpflege untersucht.

Mehr Verantwortung steigert Arbeitszufriedenheit

Ein zentrales Ergebnis: Pflegefachkräfte mit erweiterten Kompetenzen übernehmen deutlich häufiger koordinierende und steuernde Aufgaben. Fast die Hälfte der Tätigkeiten (49%) entfällt auf das Management der Versorgung, hinzu kommen präventive Aufgaben (27%) und Leitungsfunktionen (12%).

Diese erweiterten Rollen wirken sich laut Studie durchweg positiv aus, sowohl auf die Versorgungsqualität als auch auf die Arbeitszufriedenheit der Pflegekräfte. Denn Pflege wird durch die Kompetenzerweiterung effizienter und fachlich anspruchsvoller.

Auch für ausländische Kräfte wird Altenpflege vermutlich attraktiver

Für die Altenpflege ist das auch deshalb interessant, weil vielen internationalen Pflegefachkräften das Arbeitsfeld medizinisch und gestalterisch beschränkt scheint. Sie bevorzugen deshalb oft den Krankenhausbetrieb. Die Studie zeigt nun aber: Mehr Befugnisse und klar definierte Rollen könnten auch internationale Kräfte überzeugen. 

Wer eigenständiger arbeiten kann, etwa in der Koordination, Prävention oder Beratung, empfindet seine Tätigkeit eher als sinnvoll und entwickelt eine stärkere berufliche Perspektive. Neben der Qualität rückt somit im Zusammenhang mit der Kompetenzerweiterung auch die Attraktivität des Berufs in den Vordergrund. Gerade auf die ambulanten Pflege, die vielerorts das Rückgrat der Versorgung bildet, könnte diese Entwicklung positiv wirken und möglicherweise dazu beitragen,  den zunehmenden Bedarf gerade in ländlichen Regionen besser zu decken.

Plädoyer für weniger Regulatorien

Damit dieses Potenzial genutzt werden kann, sieht die Studie Selbstverwaltung und Arbeitgeber in der Pflicht. Notwendig seien weniger regulatorische Hürden, klarere Rollenbilder und gezielte Investitionen in Aus- und Weiterbildung.

Mehr zum Thema: Im Artikel "Was Pflegekräfte an Heilkunde bald übernehmen könnten" nennt die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, zwölf konkrete Bereiche, in denen Pflegefachkräfte künftig Kompetenzen übernehmen könnten.     

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