Pflegekammer NRW plant Whistleblower-System
Die Pflegekammer Nordrhein-Westfalen entwickelt ein Meldesystem für Berufspflichtverletzungen, damit Pflegefachkräfte Gewalt und anderes Fehlverhalten anonym und niedrigschwellig melden können. Schon jetzt ist es möglich, die Pflegekammer über solche Fälle zu informieren. Bisher stammen aber 98 Prozent der Meldungen von Staatsanwaltschaften und nur 2 Prozent von Pflegefachkräften, Patienten, Bewohnern oder Angehörigen.
Durch Forderungsmanagement finanzielle Engpässe vermeiden
Steigende Kosten, späte Zahlungen, stockende Abläufe: Pflegedienste arbeiten in einem Umfeld, das zunehmend von Kosten- und Zahlungsdruck geprägt ist. Ein Forderungsmanagement, das Transparenz schafft, Durchlaufzeiten verkürzt und dabei unterstützt, Zahlungseingänge zu steuern, wird daher immer wichtiger. So können Pflegeanbieter Liquiditätsengpässe vermeiden und handlungsfähig bleiben. Factoring kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Care vor9
Mit dem Whistleblower-System möchte die Pflegekammer auch die Dunkelziffer von Gewaltereignissen in der Pflege reduzieren. Wobei sie unter Gewalt nicht nur körperliche, sondern auch seelische Gewalt versteht, Vernachlässigung und gravierende Pflegefehler. Mit diesem System kann die Pflegekammer als berufsständische Aufsicht gegen Täter vorgehen.
Für das Thema Gewalt gibt es in der Pflegekammer eine eigene Arbeitsgruppe, die Missstände aufdecken und konkrete Handlungsschritte entwickeln will, um die Situation von Patienten, Bewohnern und Pflegekräften zu verbessern. Sie soll sich mit ihrer Arbeit auch in der Berufsordnung einbringen, die sich in weiten Teilen mit unprofessionellem Verhalten in der Pflege befasst.