"Politik könnte Eigenanteile sofort um 1.000 Euro senken"
Die Politik könnte die Eigenanteile für Pflegebedürftige sofort um über 1.000 Euro senken – wenn sie es nur wolle, so der Präsident des Arbeitgeberverband Pflege (AGVP), Thomas Greiner (Foto). Es gibt drei Hebel, die die Regierung in Bewegung setzen könnte: So ließen sich rund 400 Euro an Belastung einsparen, wenn die Behandlungspflege durch die Krankenkassen finanziert würde und nicht wie bisher aus dem Topf der Pflegekassen.
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Auch mehr Spielraum für Innovationen könnte die Kosten senken, ist AGVP-Präsident Greiner überzeugt
Liquidität: Drei Bausteine für eine stabile Finanzierung
Viele Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen stehen unter finanziellem Druck. Eine vorausschauende Liquiditätsplanung stärkt ihre Handlungsfähigkeit, verhindert Engpässe und erleichtert notwendige Investitionen. Wer Zahlungsströme frühzeitig im Blick hat und Finanzierungsmöglichkeiten gezielt kombiniert, kann Engpässe vermeiden und notwendige Investitionen sicher planen. Diese drei Bausteine helfen dabei. Care vor9
Um weitere 500 Euro würden die Eigenanteile sinken, wenn die Länder die Investitionskosten übernähmen. Noch einmal 120 Euro ergäben sich durch die Übernahme der Ausbildungskosten aus Steuermitteln.
Greiner: "Die Länder müssen ihren Anteil aus dem Infrastruktur-Sondervermögen nutzen, um ihren gesetzlichen Pflichten endlich nachzukommen. Mit 1.000 Euro weniger Eigenanteil wäre für viele Pflegebedürftige sofort eine Atempause möglich."
Die neue Bundesregierung riskiere mit ihren Pflegegesetzen hingegen weitere Steigerungen. "Langfristig lassen sich die Kosten nur stabilisieren, wenn Pflegeunternehmen nicht mehr durch unnötige Vorschriften und Dokumentationspflichten gegängelt werden und mehr Spielraum für Innovationen bekommen", sagt der AGVP-Präsident.