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28. Juli 2023 | 07:00 Uhr
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Sieben Prozent weniger Azubi-Verträge in der Pflege

Im vergangenen Jahr haben rund 52.000 junge Leute eine Ausbildung zur Pflegefachkraft begonnen. Das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr, teilt das Statistische Bundesamt mit. Über alle Ausbildungsjahre hinweg befanden sich Ende letzten Jahres rund 143.000 Personen in der Pflegefachkraft-Ausbildung. Am Rückgang der Azubi-Zahlen sei die generalistische Ausbildung schuld, sagt BPA-Präsident Bernd Meurer.

Pflege Azubis Foto iStock Andrei Orlov

Die Zahl der Neuverträge zur Ausbildung als Pflegefachkraft ging 2022 zurück

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Das Durchschnittsalter bei Ausbildungsbeginn lag 2022 bei 21 Jahren, im Jahr zuvor waren es 20 Jahre. Eine Pflegeausbildung wird aber häufig auch im mittleren Alter begonnen. So starteten elf Prozent (6.000) der Auszubildenden im vergangenen Jahr ihre Ausbildung im Alter von 30 bis 39 Jahren. Weitere sieben Prozent (3.900) begannen im Alter ab 40 Jahren. 

Im Vergleich dazu lag der Anteil der Altersgruppe ab 30 Jahre an den Neuabschlüssen 2021 bei nur drei Prozent. Die Ausbildung in Teilzeit bleibt die große Ausnahme: 99 Prozent der Neuverträge entfallen auf eine Vollzeitausbildung. 74 Prozent der Neuverträge wurden von Frauen abgeschlossen. Deren Anteil sank gegenüber dem Vorjahr somit um zwei Prozentpunkte.

"Diese Zahlen sind ein Drama", kommentiert Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) den Rückgang. Und der Rückgang sei hausgemacht und von der Politik zu verantworten. Vor der Zusammenlegung der Ausbildungen in der Kranken- und Altenpflege habe es ein massives Plus gegeben. Die generalistische Pflegeausbildung sei kein Erfolgsmodell, so Meurer. "Sie verstärkt ganz offensichtlich den Personalmangel in der Langzeitpflege." Bei ehrlicher Bewertung kann sie nicht das Modell für die großen Herausforderungen in der pflegerischen Versorgung sein.

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