Tipps für den Umgang mit Scham in der Pflege
Schamgefühle gehört in der Pflege zum Alltag. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat deshalb einen kostenlosen Ratgeber veröffentlicht, der praktische Tipps für den Umgang mit schambehafteten Situationen gibt: etwa bei der Körperpflege und bei Toilettengängen. Der Ratgeber richtet sich in erster Linie an pflegende Angehörige. Pflegekräfte, vor allem in der ambulanten Pflege, tun gut daran, ihn den Familien zu empfehlen.
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Scham kann dazu führen, dass Pflegebedürftige Hilfe ablehnen oder sich zurückziehen
Scham kann nämlich dazu führen, dass Pflegebedürftige Hilfe ablehnen oder sich zurückziehen. Deshalb ist es für Pflegende wichtig, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Ein zentraler Rat des ZQP lautet: Schamgefühle offen ansprechen und klare Absprachen treffen. So kann etwa vereinbart werden, wer welche Pflegetätigkeiten übernimmt und bei welchen Aufgaben Unterstützung tatsächlich gewünscht ist. Pflegebedürftige sollten zudem möglichst viele Handlungen selbst ausführen, um Selbstwertgefühl und Selbstbestimmung zu erhalten.
Der Leitfaden bietet auch Pflegekräften Anregungen für den Umgang mit sensiblen Situationen, heißt es beim ZQP, das vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) gegründet wurde.
Der Ratgeber zur Scham steht auf dem Portal der Fachstiftung ZQP zum kostenlosen Download bereit.