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10. Juli 2026 | 07:00 Uhr
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Eine Auszeit ist nichts für Schönes-Leben-Chef Kip Sloane

Er habe eine Schwäche für das Schönes und Exklusive, gesteht Kip Sloane (Foto) im Care-vor9-Fragebogen Persönlich. Zur Pflege fand er nach dem Studium bei Helmut Wallrafen in der Sozial-Holding Mönchengladbach. Heraus kam die Schönes-Leben-Gruppe. Eine Auszeit hat er mal versucht, ohne Erfolg, sie endete in der Selbstständigkeit. Privat lauscht Sloane lieber Hörbüchern, als selbst zu lesen.

Sloan Kip Geschäftsführer Schönes Leben Foto privat.jpeg

Selfie in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, wo Kip Sloane neue Lieferanten von Schönes Leben besuchte

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Pilot – vielleicht auch dem Vorbild meine Großvaters und Onkels nacheifernd.

Wie sind Sie in die Altenpflege gekommen?
Durch eine sehr positiv prägende Dozentin: Frau Prof. Sennlaub an meiner Almer Mater, der Hochschule Niederrhein. Sie hatte seinerzeit einen engen Draht zu Helmut Wallrafen, der über 30 Jahre Chef der Sozial-Holding Mönchengladbach war und mich im positivsten Sinne verrückt nach Pflege gemacht hat.

Was lieben Sie an Ihrem Job?
Alles! Ich konnte mit Schönes Leben in den letzten Jahren ein Unternehmen aufbauen, was sich für mich mehr nach einem Herzens-Projekt, denn nach Job anfühlt. Ich liebe die Arbeit am und mit Menschen, habe eine Schwäche für das Schönes und Exklusive und begeistere mich für jede neue Herausforderung. Eine neue Versorgungsform in Deutschland aufzubauen und einen sehr arrivierten Markt etwas aufzumischen – das ist für mich pure Leidenschaft.

Was nervt Sie am meisten?
Der Skeptizismus gegenüber Neuem. Ich wünsche mir für unsere Branche aber auch für unser Land wieder mehr Proaktivität und Gestaltungsbereitschaft. Wir brauchen wieder mehr Menschen, die anpacken, etwas verändern wollen und auch bereit sind, Risiken einzugehen. Mit überbordender Bürokratie und dem ständigen Bestreben danach, bloß alle Risiken zu vermeiden, entsteht kein Fortschritt – und den benötigen wir. Wir nähern uns mit großen Schritten dem größten demografischen Schock, den wir je erlebt haben. Dafür benötigt es Proaktivität und nicht nur Bestandswahrer!

Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
Das würde ich schwer aushalten – ich habe es mal neun Monate probiert und nach einem halben Jahr meinen Job gekündigt und eine Selbstständigkeit begonnen, wohlgemerkt diese während der Auszeit vorbereitet. Was ich gern nochmal machen würde, mit etwas mehr Zeit: Spanisch lernen. Unser Schönes-Leben-Projekt auf Mallorca ist da vielleicht eine gute Gelegenheit.

Wie schalten Sie ab?
Bei gutem Essen, guter Unterhaltung und einem Glas leckerem Rotwein. Etwas weniger aufwendig klappt es auch morgens beim Sport und Podcast-Hören.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Aktuell leider kein Buch konzentriert. Auf langen Autofahrten lasse ich mir Bücher vorlesen. Aktuell wechsele ich zwischen der Churchill-Biografie, "Udo Fröhliche" und "Stage (Not Age)". Das letzte Buch, das ich konzentriert gelesen habe, was die Autobiografie von Andrew Wilkinson.

Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
Der Graf von Monte Christo – zur filmischen Umsetzung seines Lieblingsbuchs, steht man ja immer etwas skeptisch, aber es war unterhaltsam.

Ihr Lieblingsessen?
Schwer zu sagen. Ich liebe Essen in all seinem Variantenreichtum, aber wenn eins benannt werden muss, ist es klar Pizza – aber hier immer nur außergewöhnlich gute!

Wohin geht’s im nächsten Urlaub?
Erstmal nichts geplant. Wenn es nochmal länger weggehen sollte, wird es wahrscheinlich in die USA gehen. Hier lässt sich praktisch ein deutlich reiferer Senioren-Residenz-Markt mit einem eindrucksvollen Urlaub kombinieren.

Wen würden Sie gerne mal treffen und warum?
Schwer mit einer Person zu beantworten. Ich bin gerade auch immer wieder durch die ungeplanten Begegnungen und die einfachen Menschen besonders begeistert.

Wie und wo wollen Sie alt werden?
Möglichst lange selbstbestimmt in einem schönen Bungalow in der Natur. Sobald sich gesundheitliche Einschränkungen bemerkbar machen, wäre es mir extrem wichtig, meinen Kindern nicht zur Last zu fallen und auch bei zunehmender Unterstützungsbedürftigkeit möglichst selbstbestimmt leben zu können. Dann ist vielleicht der perfekte Zeitpunkt, um meinen Nachfolgern bei Schönes Leben auf die Finger zu schauen in eines unserer Häuser zu ziehen. 

Kip Sloane ist Geschäftsführer der Schönes-Leben-Gruppe, die mit exklusiven Service-Wohnen bundesweit wächst. Der 36-jährige Vater von zwei Kindern ist in den USA geboren, hat am Niederrhein studiert, einen Bachelor in Tourismus und Hotellerie und einen Master in Marketing abgelegt. Danach arbeitet er vier Jahre für die Sozial-Holding Mönchengladbach. Es folgten vier Jahre bei der Unternehmensberatung Rosenbaum Nagy. Seit 2022 managt er die Schönes-Leben-Gruppe.