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26. Juni 2026 | 07:00 Uhr
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Was Unternehmer Rolf Specht mit der Bundespost verbindet

Rolf Specht (Foto) ist noch immer vom Fliegen fasziniert. Doch nach seinem Berufsstart bei der Bundespost blieb er am Boden, gründete die Specht-Gruppe und formte eines der großen Unternehmen für die Entwicklung und den Betrieb von Pflegeimmobilien. Im Care-vor9-Fragebogen verrät er, warum er gerne Udo Lindenberg treffen würde und was ihm an Ibiza gefällt.

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Unternehmer Rolf Specht liebt Ibiza und lässt sich von Udo Lindenberg inspirieren

Herr Specht, was war Ihr Traumberuf als Kind?
Pilot. Ich habe schon als kleiner Junge lieber mit Flugzeugen gespielt als mit Autos. Die Faszination fürs Fliegen ist bis heute geblieben – auch wenn ich inzwischen eher Bauprojekte als Flugzeuge starte.

Wie sind Sie in die Altenpflege gekommen?
Eigentlich eher durch einen Zufall. Mein damaliger Steuerberater kam gemeinsam mit zwei weiteren Partnern auf die Idee, eine Pflegeimmobilie zu entwickeln, diese wie ein Mehrparteienhaus aufzuteilen und die einzelnen Einheiten zu verkaufen. Daraus entstand 1990 unser Haus Rotbuche. Dass dieses Haus heute noch erfolgreich in Betrieb ist, macht mich zugegebenermaßen etwas stolz.

Was lieben Sie an Ihrem Job?
Zu sehen, wie aus einer Idee Wirklichkeit wird. Am Anfang ist es oft nur ein Gedanke – und irgendwann leben Menschen in den Häusern, die daraus entstanden sind. Außerdem mag ich das gemeinsame Anpacken. Und ich sage immer: Bauen ist das letzte große Abenteuer.

Was nervt Sie am meisten?
Wenn Menschen jahrzehntelang zuverlässig in die Rentenkasse einzahlen und am Ende das Gefühl haben müssen, dass ihre Leistungen immer weiter eingeschränkt werden. Das halte ich für eine Entwicklung, die viele Menschen zu Recht beschäftigt.

Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
Darüber habe ich ehrlich gesagt noch nie nachgedacht. Vermutlich würde ich meine Lieblingsinsel Ibiza noch intensiver erkunden und mit dem Boot die schönsten Buchten entdecken.

Wie schalten Sie ab?
Am besten bei Spaziergängen, auf dem Fahrrad oder im Garten mit meiner Familie und den Hunden.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese regelmäßig Wirtschafts- und Fachmagazine – das ist meine bevorzugte Abendlektüre.

Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
"Der Astronaut" mit Ryan Gosling. Ein toller Film mit einer spannenden Geschichte und beeindruckenden Bildern.

Ihr Lieblingsessen?
Spiegeleier mit Kartoffeln und Spinat stehen ganz oben auf der Liste. Dicht gefolgt von einem guten Hühnerfrikassee.

Wohin geht es im nächsten Urlaub?
Nach Ibiza. Manche Orte verlieren ihren Zauber nie.

Wen würden Sie gerne einmal treffen – und warum?
Udo Lindenberg. In unserem Unternehmenseingang hängt eine seiner Likörellen mit dem Spruch: "Andere denken nach, wir denken vor." Das passt perfekt zu unserer Firmenphilosophie. Außerdem bewundere ich seinen Lebensstil, seine Kreativität und seine Gelassenheit. Im Atlantic Hotel alt zu werden, hat schon etwas – und vielleicht sogar eine kleine Inspiration für die Wohn- und Pflegekonzepte, die wir entwickeln.

Wie und wo möchten Sie alt werden?
Im Grunde wünsche ich mir das, was sich wahrscheinlich jeder Mensch wünscht: ein gutes Leben bis ins hohe Alter – mit den Menschen, die einem wichtig sind.

Rolf Specht gründete nach seiner Ausbildung bei der Deutschen Bundespost und einer Karriere im Versicherungsvertrieb im Jahr 1980 das Finanzdienstleistungsunternehmen Specht & Partner. 1988 folgte die Gründung der Residenz-Gruppe, aus der die heutige Specht Gruppe entstand, die der gebürtige Bremer bis heute als geschäftsführender Gesellschafter führt. Specht hat mehr als 150 Pflegeimmobilien entwickelt. Heute gehören zur Unternehmensgruppe mehr als 40 Pflegeeinrichtungen, fünf ambulante Pflegedienste mit mehreren Standorten, zahlreiche Tagespflegen und rund 600 Senioren-Wohnungen sowie vier Senioren-Wohngemeinschaften. Specht ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. 

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