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2. Juli 2026 | 23:25 Uhr
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Olav Sehlbach – ein Tausendsassa in der Altenpflege

Ein Stapel ungelesener Bücher liegt bei Olav Sehlbach (Foto) immer bereit. Ein Jahr Auszeit ist dagegen für den Tausendsassa in der Altenpflege kein Thema. Dann würde der 60-Jährige nichts anderes machen als jetzt, seine Stiftung Zukunft Altenpflege voranbringen, so Sehlbach im Care-vor9-Fragebogen "Persönlich". Dabei kam er zur Pflege eher durch Zufall, weil es mit einem BWL-Job nach dem Studium nicht klappte. Da startete er im elterlichen Pflegebetrieb.

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Olav Sehlbach hat mit der Stiftung Zukunft Altenpflege seine Berufung gefunden

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Soweit ich mich erinnern kann, wollte ich Architekt oder Hotelier werden.

Wie sind Sie in die Altenpflege gekommen?
Mit Diplom im Jahr 1993 habe ich aufgrund der Vielzahl der damals jobsuchenden BWLer nicht die Stelle erhalten, die ich mir erwünscht hatte. So habe ich bei meinem Vater als Junior-Controller angefangen, der seinerzeit mit einem Kollegen 15 Pflegeheime betrieben hat. Selbstständig bin ich seit 1995.

Was lieben Sie an Ihrem Job?
Die Vielseitigkeit – sowohl bei den Aufgaben als auch bei den Menschen. Und dass man immer weiß, wofür man sich engagiert.

Was nervt Sie am meisten?
Die oftmals für mich unerträglich langen Entscheidungsprozesse.

Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
Das Gleiche, was ich aktuell tue – die von mir initiierte Stiftung Zukunft Altenpflege nach vorne bringen.

Wie schalten Sie ab?
Mit meiner Familie, beim Segeln, beim Bergwandern und gerne auch mal bei einem Städtetrip.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Gerade ausgelesen habe ich Florian Illes' "Träume aus Feuer" und von Herbert Clyde Lewis "Gentleman über Bord" von 1957 – beides hervorragend geschriebene, kurzweilige Bücher. Was als Nächstes kommt, weiß ich noch nicht. Als Sohn einer Buchhändlerin habe ich immer einen Stapel ungelesener Bücher.

Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
Ist länger her, dass ich im Kino war – ich kann mich leider nicht erinnern.

Ihr Lieblingsessen?
Da bin ich sehr vielseitig, ein richtiges Lieblingsessen habe ich nicht. Ich kann mich aber genauso für einen einfachen Teller Spaghetti wie für Fine Dining begeistern.

Wohin geht’s im nächsten Urlaub?
Ende August mit der ganzen Familie an die Ostsee in die Nähe von Boltenhagen. Vorher einmal kurz zum Wandern in die Alpen und für ein paar Tage nach London.

Wen würden Sie gerne mal treffen und warum?
Einige in Deutschland verstreute Freunde, die ich leider viel zu selten sehe.

Wie und wo wollen Sie alt werden?
Nah bei Familie und Freunden, wenn möglich in einer Kombination aus kleiner Innenstadtwohnung und mehr Platz und Garten in Stadtnähe.

Olav Sehlbach ist seit über 30 Jahren in der professionellen Altenhilfe aktive. Nach seinem BWL-Studium arbeitete er zunächst als Controller, machte sich später mit einem Beratungsunternehmen für die Sozialwirtschaft selbstständig, heuerte für die Caritas Altenhilfe an, schrieb ein Buch über Belegungsmanagement und etablierte das Zertifikat Attraktiver Arbeitgeber Pflege. Im vergangenen Jahr gründete er die Stiftung Zukunft Altenpflege. Sehlbach ist 60 Jahre alt, in Düsseldorf geboren und lebt heute mit seiner sechsköpfigen Familie in Berlin.