Die Probleme des Start-ups sind die gleichen wie bei etablierten Pflegediensten. "Der Fachkräftemangel und die gestiegenen Personalkosten bei gleichzeitig gleichbleibenden Pflegesätzen machen uns zu schaffen", sagt Füller. "Hinzu kommen die stark gestiegenen Kosten für Pflegematerial und den Betrieb des Fahrzeugparks bei gleichzeitig verzögerter Auszahlung für unsere erbrachten Leistungen durch die Krankenkassen."
Auf der anderen Seite sei Abisdu bei der Integration der vier Standorte noch nicht so weit gekommen wie geplant. Barmenia Next Strategies hatte in den vergangenen zwei Jahren das Start-up mit Millionenzuschüssen gestützt, nun aber entschieden, über die Restrukturierung den Betrieb profitabel zu machen.
Während der Insolvenz in Eigenverwaltung wird die Geschäftsführung vom Restrukturierungsexperten Peer Jung von der Kölner Sanierungskanzlei Henningsmeier als Generalbevollmächtigter unterstützt. Als vorläufigen Sachwalter hat das Gericht Michael Wilbert von der Kanzlei Görg bestellt.