Pflege ist Nummer eins bei ausländischen Anerkennungen
Pflege bleibt mit Abstand der wichtigste Beruf bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen. 2025 wurden rund 32.000 Abschlüsse als Pflegefachkraft anerkannt, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Damit entfiel mehr als jede dritte der insgesamt 86.600 positiven Anerkennungen auf die Pflege. "Die Zahlen zeigen erneut, wie relevant die internationalen Pflegekräfte für Deutschland sind", sagt der Präsident des Trägerverbands BPA, Bernd Meurer.
iStock/magical_light
Die meisten positiven Bescheide gab es für Abschlüsse aus der Türkei
Der Abstand zu anderen Berufen ist groß: Auf Platz zwei folgen Ärzte mit 13.900 Anerkennungen, danach Ingenieure mit 4.600, so Destatis. Insgesamt stieg die Zahl anerkannter ausländischer Berufsabschlüsse um knapp zehn Prozent – deutlich langsamer als in den beiden Vorjahren.
Tatsächlich seine die Anerkennungsverfahren auch für Pflegekräfte trotz Spitzenposition immer noch viel zu langwierig, meint der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste. "Alle relevanten Akteure in der Pflege befürworten die Kompetenzvermutung für dreijährig beruflich oder akademisch ausgebildete Pflegekräfte mit entsprechenden Sprachkenntnissen. Diese Überholspur muss mit dem Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) endlich kommen."
Besonders stark nahm 2025 die Zahl anerkannter Abschlüsse aus Syrien zu. Insgesamt kamen die meisten positiven Bescheide für Abschlüsse aus der Türkei, gefolgt von der Ukraine. Auffällig rückläufig sind dagegen Anerkennungen von Abschlüssen aus Bosnien und Herzegowina.