Die neue Plattform Vhealth von Vjourney soll den Einsatz von Virtual Reality in Pflegeeinrichtungen erleichtern. Betreuungskräfte wählen die Anwendungen über ein mitgeliefertes Tablet aus und können darauf gleichzeitig verfolgen, was der Bewohner durch die VR-Brille sieht. Das System ist laut Anbieter sofort einsatzbereit und funktioniert vollständig offline.
Wie viel virtuelle Erlebnisse bewirken können, beschreibt das Wirtschaftsmagazin Brand eins anhand eines älteren Ehepaars, das mit VR-Brillen nach Norwegen und Berlin reist. Beide wissen, dass sie nicht wirklich unterwegs sind, genießen die Ausflüge aber trotzdem. Die Technik wird also nicht zwangsläufig als Täuschung empfunden.
Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Anbietern
Auch Studien deuten auf positive Wirkungen hin. Virtuelle Reisen können die Stimmung verbessern, Erinnerungen anregen und das Gefühl von Einsamkeit verringern. Allerdings sind die Untersuchungen teilweise klein. Zudem verträgt nicht jeder die VR-Brille: Manche Senioren reagieren mit Schwindel oder ermüden nach längerer Nutzung.
Für Pflegeeinrichtungen gibt es inzwischen mehrere Anbieter. Vjourney vermietet seine VR-Brillen, auch das österreichische Unternehmen Vitablick bietet virtuelle Reisen und Erinnerungsarbeit an. Remmy VR aus Magdeburg hat neben Reisezielen unter anderem virtuelle Museums- und Zoobesuche im Programm. Pflegeeinrichtungen können die Technik damit als zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeit einsetzen, ohne eigene VR-Inhalte entwickeln zu müssen.
