Michelle-Olivia Heinrich hat die generalistische Ausbildung absolviert, sie ist jetzt Pflegefachfrau und kann in allen drei Bereichen arbeiten: Altenpflege, Kinderkrankenpflege und Krankenpflege. Auch wäre es mit ihrer Ausbildung relativ leicht für sie, im europäischen Ausland Fuß zu fassen. Ohne generalistische Ausbildung wäre das alles nicht so einfach für sie.
Dennoch antwortet sie auf die Frage der beiden Schülerinnen, ob sie sich wieder für die generalistische Ausbildung entscheiden würde, sie würde sie "eher" nicht noch einmal absolvieren. "Ich finde die Ausbildungszeit einfach zu kurz. Wir haben viel in Richtung Alten- und Krankenpflege gelernt, aber meiner Meinung nach wurde die Zeit für die Kinderstation zu knapp bemessen. In dieser Hinsicht habe ich nur grundlegendes Wissen und Theorie vermittelt bekommen, was für mich nicht ausreicht, um mich in diesem Bereich sicher zu fühlen."
Eine reine Altenpflegeausbildung ist noch immer möglich
Heinrich kommt zu dem Schluss, dass sie heute eine Ausbildung in der Altenpflege bevorzugen würde. "Da wird der Fokus besser auf das jeweilige Fachgebiet gelegt", meint sie.
Die Altenpflegeausbildung kann tatsächlich immer noch absolviert werden. Der Auszubildende absolviert dann die ersten zwei Jahre so wie alle anderen und entscheidet sich für den Vertiefungseinsatz Altenpflege. Einen Vertiefungseinsatz muss er zu Beginn der Ausbildung wählen, so wie alle anderen – man hat die Wahl zwischen den drei Bereichen Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege. Nach der Zwischenprüfung am Ende der ersten zwei Jahre wählt er dann den Schwerpunkt Altenpflege mit dem Abschluss als Altenpfleger. Er wird dann im letzten Drittel der Ausbildung speziell zur Pflege alter Menschen ausgebildet.
Kirsten Gaede
