News für das Pflegemanagement

Worauf der Münchenstift-IT-Chef bei der Digitalisierung achtet

Neue Technik sollte Pflegekräfte entlasten und nicht zusätzliche Arbeit schaffen, sagt Gregor Pickert, IT-Chef des kommunalen Pflegeheimbetreibers Münchenstift. Im Fachmagazin CIO empfiehlt er unter anderem, Anwendungen unter Realbedingungen zu testen und genug Zeit für die Einführung einzuplanen. Außerdem verrät er, welche Fehler Münchenstift gemacht hat

Münchenstift betreibt 14 Einrichtungen in der bayerischen Landeshauptstadt mit rund 2.750 Bewohnern und beschäftigt 2.256 Mitarbeiter. Bei der Digitalisierung setzt IT-Chef Gregor Pickert vor allem auf die Erfahrungen der Pflegekräfte. Sie sollen frühzeitig mitentscheiden, welche Anwendungen tatsächlich gebraucht werden. So entstand etwa die Idee für ein Ortungssystem für Bewohner mit Demenz direkt aus dem Pflegealltag.

Bei Sturzsensoren genau hinschauen

Pickert warnt davor, sich auf Herstellerzusagen zu verlassen. Bei Münchenstift erwiesen sich mehrere Sturzsensoren als ungeeignet. Auch die Einführung des Ortungssystems dauerte fast doppelt so lange wie geplant. Sein Rat: Anwendungen zunächst im Alltag erproben und auf Zeitpuffer achten.

Dass sich Digitalisierung auszahlen kann, zeigt die mobile Pflegedokumentation. Laut Pickert sparen Pflegekräfte damit täglich 45 bis 65 Minuten. Entscheidend sei, dass die gewonnene Zeit den Bewohnern zugutekommt, betont er gegenüber dem Fachmagazin CIO.