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26. Juni 2024 | 07:00 Uhr
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DAK warnt vor Beitragsexplosion für Sozialversicherung

Die Beiträge für die Sozialversicherung könnten in zehn Jahren annährend die Hälfte des Gehalts auffressen. Eine Projektion des IGES-Instituts für die DAK sieht die Sozialbeträge bis 2035 um 7,5 Punkte auf 48,6 Prozent stiegen. Auch die Pflegeversicherung trägt ihren Teil zur Beitragsexplosion bei. Dies zeige, dass "die Sozialabgaben in Deutschland entgegen bisherigen politischen Vorgaben realistisch nicht auf 40 Prozent gedeckelt werden können", sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

Grafik Kurve steigend iStock hallojulie.jpg

Die Beiträge für die Sozialversicherung werden in den nächsten Zehn Jahren deutlich steigen, sagt die DAK

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Kassen-Chef Storm fordert eine "Zeitenwende für Gesundheit und Pflege" und schlägt einen Stabilitätspakt für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung vor. So müssten den Kassen zum Beispiel die Ausgaben für die Versicherung von Bürgergeldempfängern in Höhe von aktuell 9,2 Milliarden Euro jährlich vom Bund erstattet werden.

Der Beitragssatz in der Sozialen Pflegeversicherung wird zum Jahreswechsel auf 3,6 Prozent steigen und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem regulären Beitragssatz in diesem Jahr liegen. Bis zum Jahr 2030 ist nach Berechnungen im Basisszenario mit einem weiteren Anstieg um 0,5 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent zu rechnen. Dieses Niveau werde bis 2035 stabil bleiben.

"Die aktuellen Finanzierungsprobleme der Pflegeversicherung sind dadurch begründet, dass der Bund seinen im Koalitionsvertrag formulierten Verpflichtungen nicht nachgekommen ist", erklärt Storm. Eine Entlastung um vier Milliarden Euro könnte dadurch erreicht werden, wenn etwa die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige vom Bund getragen und die Heimbewohner um die Ausbildungskosten entlastet würden. So könnten die Beiträge 3,7 Prozent sinken.

"Aktuell veröffentlichte Horrorszenarien für die Beitragsentwicklung in der Pflegeversicherung sind völlig unrealistisch und machen den Menschen unnötig Angst", sagt der DAK-Vorstand. "Die vorliegenden Berechnungen zeigen vielmehr, dass eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung nicht am erforderlichen Finanzbedarf scheitern muss."

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