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5. Februar 2026 | 07:00 Uhr
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Erstmals Zentralstelle für internationale Pflegekräfte

Fachkräfte aus dem Ausland können in Niedersachsen schneller eingestellt werden. Seit Jahresbeginn läuft das beschleunigte Fachkräfteverfahren landesweit über eine neue Zentralstelle in Osnabrück. Sie bündelt Zuständigkeiten, standardisiert Abläufe und verkürzt Bearbeitungszeiten deutlich. Besonders gefragt ist das Verfahren in der Pflege. Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, hat die Zentralisierung bereits als "absolut zielführend" gelobt.

Wenn ausländische Pflegekräfte nach Deutschland kommen, sind diverse Behörden involviert. In Niedersachsen hat das nun ein Ende

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Durch Forderungsmanagement finanzielle Engpässe vermeiden

Steigende Kosten, späte Zahlungen, stockende Abläufe: Pflegedienste arbeiten in einem Umfeld, das zunehmend von Kosten- und Zahlungsdruck geprägt ist. Ein Forderungsmanagement, das Transparenz schafft, Durchlaufzeiten verkürzt und dabei unterstützt, Zahlungseingänge zu steuern, wird daher immer wichtiger. So können Pflegeanbieter Liquiditätsengpässe vermeiden und handlungsfähig bleiben. Factoring kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Care vor9

Seit Januar wenden sich in Niedersachsen Unternehmen, Agenturen und Behörden ausschließlich an eine zentrale Stelle. Nach Angaben des Innenministeriums liegt die durchschnittliche Dauer bis zur Vorabzustimmung derzeit bei zweieinhalb Wochen.

Innenministerin Daniela Behrens sieht darin einen wichtigen Schritt zur Fachkräftesicherung. Mit der Zentralstelle gebe es erstmals klare Zuständigkeiten, einheitliche Abläufe und mehr Verlässlichkeit. Zuvor lagen die Verfahren bei den kommunalen Ausländerbehörden.

Hier wird der gesamte Prozess mit allen involvierten Stellen abgestimmt  

Die Nachfrage ist hoch, vor allem in der Pflege. Daneben nutzen auch Betriebe aus Medizin, Transport und Logistik sowie aus der Land- und Forstwirtschaft das Verfahren. Zunehmend gehen auch Anträge aus Industrie und Handwerk ein. Die meisten Fachkräfte kommen derzeit aus der Türkei, Marokko, Kamerun und Tunesien.

Zu den Aufgaben der Zentralstelle gehören die Beratung der Arbeitgeber, die Koordination aller Verfahrensschritte sowie die Abstimmung mit Anerkennungsstellen, Auslandsvertretungen und der Bundesagentur für Arbeit. Durch feste Ansprechpartner und standardisierte Prozesse sollen Verfahren planbarer werden.

Über 400 Verfahren sind bereits abgeschlossen 

Die Zentralstelle wurde 2025 aufgebaut und nahm ihre Arbeit zum 1. Juli auf. Nach einer Übergangsphase ist sie seit dem Jahreswechsel allein zuständig. Aktuell sind dort 23 Mitarbeiter tätig. Bisher sind 920 Anträge eingegangen. 424 Verfahren wurden abgeschlossen, in 201 Fällen erteilte die Zentralstelle eine Vorabzustimmung, die das anschließende Visumverfahren erheblich beschleunigt. Momentan laufen 378 Verfahren.

Nach Angaben der Behörde dauert es vom Abschluss der Vereinbarung mit dem Unternehmen bis zur Vorabzustimmung im Schnitt nur zweieinhalb Wochen. Gerade für Pflegeeinrichtungen, die dringend Personal suchen, kann das Verfahren damit deutlich schneller zum Einsatz neuer Fachkräfte führen.

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