Tägliche News für das Management von Pflege und Wohnen im Alter

5. Februar 2026 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Männeranteil in der Pflege stagniert bei 18 Prozent

Die Pflege braucht mehr Fachkräfte – und mehr Männer. Zwar wächst ihr Anteil in der Ausbildung, insgesamt stagniert er jedoch bei rund 18 Prozent. Rollenbilder, Vorurteile und fehlende Anerkennung bremsen den Zugang. Gleichzeitig zeigen Studien: Gemischte Teams arbeiten stabiler, Pflegearbeit verteilt sich gerechter. Experten geben im AOK-Gesundheitsmagazin Tipps, wie Einrichtungen Männer gezielter für die Pflege gewinnen und halten können.

Männer im Pflegeteam wirken sich meistens auch positiv auf die Stimmung aus

Anzeige

Durch Forderungsmanagement finanzielle Engpässe vermeiden

Steigende Kosten, späte Zahlungen, stockende Abläufe: Pflegedienste arbeiten in einem Umfeld, das zunehmend von Kosten- und Zahlungsdruck geprägt ist. Ein Forderungsmanagement, das Transparenz schafft, Durchlaufzeiten verkürzt und dabei unterstützt, Zahlungseingänge zu steuern, wird daher immer wichtiger. So können Pflegeanbieter Liquiditätsengpässe vermeiden und handlungsfähig bleiben. Factoring kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Care vor9

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit lag ihr Anteil in der Pflege im Juni 2024 bei 18 Prozent. Auch in der häuslichen Pflege dominieren Frauen. Eine Auswertung des Wissenschaftliches Institut der AOK zeigt: Rund 63 Prozent der pflegenden Angehörigen sind weiblich. Während mehr Männer eine Pflegeausbildung beginnen, wächst ihr Anteil in der Praxis kaum.

Dabei sprechen mehrere Gründe dafür, Männer stärker einzubinden, heißt es im AOK-Gesundheitsmagazin. Gemischte Teams gelten als belastbarer und effizienter. Bewohner profitieren von Wahlmöglichkeiten bei körpernaher Pflege. Zudem würde eine gerechtere Verteilung der Pflegearbeit Frauen entlasten, die bislang häufig ihre Erwerbstätigkeit einschränken müssen – mit langfristigen finanziellen Folgen.

Aber die Hemmschwellen bleiben hoch. Pflege gilt weiterhin als Frauenberuf. Männer sehen sich mit Stereotypen konfrontiert oder erleben Ablehnung, etwa bei der Körperpflege. Hinzu kommen eine vergleichsweise geringe gesellschaftliche Anerkennung und teilweise begrenzte Entwicklungsperspektiven.

Gleichzeitig zeigen sich klare Ansatzpunkte, um gegenzusteuern. Experten empfehlen, Rollenbilder aufzubrechen und Strukturen zu verändern:

Pflegebetriebe modern präsentieren: Ein zeitgemäßer Online-Auftritt, Kampagnen und Veranstaltungen können Männer gezielt ansprechen und das Berufsbild differenziert darstellen.

Ausbildung geschlechtersensibel gestalten: Inklusive Sprache, vielfältige Vorbilder und eine bewusste Ansprache in Stellenanzeigen senken Einstiegshürden.

Arbeitsplätze attraktiver machen: Klare Entwicklungsperspektiven, flache Hierarchien und wertschätzende Führung wirken bindend – nicht nur für Männer.

Männliche Vorbilder sichtbar machen: Pflegekräfte, die offen über ihren Beruf sprechen, ob als Mentoren oder in sozialen Medien, schaffen Identifikation.

Wie positiv Männer auf Teams wirken, ist beispielsweise zu erfahren im Artikel Warum Haus Charlottenburg auf algerische Azubis setzt.
 

Newsletter kostenlos bestellen

Ja, ich möchte den Newsletter täglich lesen. Ich erhalte ihn kostenfrei und kann der Bestellung jederzeit formlos widersprechen. Meine E-Mail-Adresse wird ausschließlich zum Versand des Newsletters und zur Erfolgsmessung genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Damit bin ich einverstanden und akzeptiere die Datenschutzerklärung.

Anzeige Opta Data