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3. Juni 2026 | 07:00 Uhr
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"Flexibilisiert endlich die Personalvorgaben"

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) begrüßt, dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorerst auf höhere Personalanhaltswerte und eine bundesweite Mindestpersonalausstattung in Pflegeheimen verzichtet. BPA-Präsident Bernd Meurer sieht sich dadurch bestätigt: Es gebe weder genügend Pflegefachkräfte noch ausreichend qualifizierte Assistenzkräfte, um die politisch vorgesehenen Personalziele zu erreichen. Meurer appelliert an die Politik: "Flexibilisiert endlich die Personalvorgaben."

Meurer Bernd BPA Präsident Foto BPA Arne Poenert

Würden die bundesweiten Zielwerte verpflichtend eingeführt, müssten vielerorts Pflegeplätze leer bleiben, warnt Meurer

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Statt neuer Vorgaben fordert der Verband mehr Flexibilität bei den Personalschlüsseln und das Ende starrer Fachkraftquoten. Hintergrund ist der aktuelle Bericht der Bundesregierung zur Personalbemessung in Pflegeheimen. Darin kommt das Gesundheitsministerium zu dem Schluss, dass vorerst die Personalanhaltswerte nicht weiter steigen sollen – die Werte also, die vorgeben, wie viel Personal welcher Qualifikation für Bewohner verschiedener Pflegegrade vorgesehen ist. Auch eine bundeseinheitliche Mindestpersonalausstattung schiebt das BMG wegen des Fachkräftemangels auf.

Für den BPA ist das die einzig realistische Entscheidung. "Es gibt nicht annähernd genügend mindestens einjährig qualifizierte Pflegeassistenzkräfte, um alle politisch gewünschten Stellen zu besetzen", sagt Meurer. Würden die bundesweiten Zielwerte verpflichtend eingeführt, müssten vielerorts Pflegeplätze leer bleiben, warnt der Verband. Das würde die Versorgung verschlechtern und zahlreiche Einrichtungen wirtschaftlich unter Druck setzen.

Bundesverband Pflegemanagement warnt vor Anpassung an den Pflegemangel

Der BPA fordert deshalb, die Personalvorgaben grundlegend zu flexibilisieren. Länder mit festen Fachkraftquoten sollten diese abschaffen. Pflegeheime müssten stärker selbst entscheiden können, welche Personalstruktur sie zur Versorgung ihrer Bewohner benötigen.

Kritischer äußert sich der Bundesverband Pflegemanagement, eine Organisation, die die Interessen von Führungskräften in der Pflege vertritt – nicht die Träger wie der BPA. Er warnt davor, den tatsächlichen Pflegebedarf an den Personalmangel anzupassen. Pflegebedarf verschwinde nicht, nur weil Personal fehle, betont der Verband. Die wissenschaftlich ermittelten Bedarfe müssten langfristig weiter Maßstab der Personalplanung bleiben.