Großdeals treiben Verkäufe von Gesundheitsimmobilien
Der Investmentmarkt für Gesundheitsimmobilien ist mit viel Tempo ins Jahr 2026 gestartet. Laut dem Immobiliendienstleister CBRE stieg das Transaktionsvolumen im ersten Quartal auf 1,07 Milliarden Euro und lag damit 65 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit wurde fast das Volumen des gesamten Jahres 2025 erreicht. Pflegeheime standen mit einem Anteil von 67 Prozent im Mittelpunkt.
Specht Gruppe
Das Korian-Haus in Bad Dürrheim gehört der jetzt übernommenen Cofinimmo
Pflegeheime waren im ersten Quartal die mit Abstand wichtigste Anlageklasse. Ihr Transaktionsvolumen stieg um 79 Prozent auf 717 Millionen Euro. Es folgten ambulante Gesundheitsimmobilien mit 247 Millionen Euro, betreutes Wohnen mit 56 Millionen Euro sowie Kliniken und Rehakliniken mit 50 Millionen Euro.
Der Markt wurde von sogenannten Portfoliotransaktionen geprägt, die 86 Prozent des Umsatzes ausmachten. Zu den größten Abschlüssen zählte die Übernahme von Cofinimmo durch Aedifica, beides belgische Immobilienkonzerne, die zahlreiche Pflegeeinrichtungen in Deutschland besitzen.
Laut CBRE blieb das Preisniveau für Gesundheitsimmobilien in allen Teilsegmenten stabil. Die Spitzenrendite für Pflegeheime lag weiterhin bei 5,4 Prozent. CBRE geht davon aus, dass mehrere größere Portfolios am Markt für eine anhaltend rege Transaktionstätigkeit im weiteren Jahresverlauf sorgen werden. Hinzu kämen kleinere Portfolios und Einzeldeals.