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25. Januar 2026 | 17:53 Uhr
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Jobvermittler in der Pflege warnt vor Abschiebeplänen

Viele Pflegekräfte, die in Deutschland Arbeit suchen, kommen aus Ländern wie Syrien und Afghanistan. Das geht aus einer Auswertung des Jobportals Pflegia hervor, für die Daten von mehr als 21.000 Pflegekräften ohne deutschen Pass ausgewertet wurden. Gerade diese Gruppen könnten dem Pflegemarkt durch die aktuell diskutierten erleichterten Abschiebungen verloren gehen. Branchenvertreter warnen vor spürbaren Folgen für die Versorgung.

Viele Pflegekräfte aus Krisen- und Konfliktländern schätzen ihre Sprachkenntnisse positiv ein

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Die mit 2.589 Personen größte Gruppe der Jobsuchenden auf der Berliner Job-Plattform stammt aus Syrien, was einem Anteil von gut zwölf Prozent entspricht. Es folgen die Ukraine, die Türkei und Afghanistan. Auch Indien, Polen, Rumänien und Marokko zählen zu den wichtigsten Herkunftsländern.

"Die Analyse zeigt, dass es viele Fachkräfte aus Krisenregionen gibt, die aktiv nach neuen Stellen suchen und somit dem Fachkräftemangel entgegenwirken", sagt Pflegia-Gründer Felix Westphal. Ein weiterer Vorteil ist, dass viele Pflegekräfte aus Krisen- und Konfliktländern ihre Sprachkenntnisse als gut einschätzen. So erreichen mehr als die Hälfte der Bewerber aus Afghanistan und fast die Hälfte aus Syrien nach eigener Aussage ein mittleres bis hohes Sprachniveau.

Westphal warnt jedoch vor den Konsequenzen migrationspolitischer Verschärfungen. Bei einer erleichterten Abschiebepraxis könnten viele dieser Arbeitskräfte dem deutschen Pflegesystem verloren gehen. "Diese Menschen wollen arbeiten, bringen Qualifikationen mit und sprechen mehrheitlich bereits gut Deutsch." Ein Wegfall dieser Gruppe würde den bereits bestehenden Fachkräftemangel in der Pflege weiter verschärfen.

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