SPD will Kassenbeiträge auf Mieteinnahmen
Die SPD bringt erneut Pläne ins Spiel, die Finanzierung der Kranken- und Pflegekosten auf breitere Füße zu stellen. Künftig sollen neben Erwerbseinkommen auch Kapitalerträge und Mieteinnahmen herangezogen werden, so die Tagesschau. Im Gegenzug ließen sich die klassischen Kassenbeiträge senken. Dies geht aus einer Beschlussvorlage der Partei hervor Der Verband der Ersatzkassen (Vdek) hält dagegen.
Das zentrale Problem, so der Vdek, seien bei den steigenden Gesundheitsausgaben ineffiziente Strukturen. Trotz sehr hoher Pro-Kopf-Ausgaben liege die Lebenserwartung in Deutschland nur im EU-Mittelfeld. Eine Abgabe auf Miet- und Kapitaleinkünfte belaste vor allem mittlere Einkommen. Stattdessen fordert der Verband Strukturreformen und eine vollständige Erstattung versicherungsfremder Leistungen durch den Staat.