Staffler lehnt Comeback der reinen Altenpflegeausbildung ab
Trägerverbände fordern immer wieder, zur eigenständigen Altenpflegeausbildung zurückzukehren. So auch BPA-Präsident Bernd Meurer anlässlich der aktuellen Azubi-Zahlen vorige Woche. Der Anstieg gehe vor allem auf die Kliniken zurück, während in der Altenpflege Auszubildende "spürbar fehlen", sagt er. Doch die Pflegebeauftragte Katrin Staffler (Foto) macht wenig Hoffnung auf ein Comeback der getrennten Pflegeausbildungen. Gegenüber Care vor9 sagt sie: "Wir sollten uns stattdessen Gedanken über die Weiterentwicklung des aktuellen Systems machen."
BMG/Holger Groß
Entscheidend sei, dass Azubis ihre Ausbildung positiv erleben, hält Katrin Staffler den Gegner der Generalistik entgegen
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Natürlich müsse an "bestehenden Herausforderungen" und Verbesserungen gearbeitet werden, so Staffler. Wichtig sei insbesondere, dass Auszubildende ihre Ausbildung positiv erlebten – mit guten Arbeitsbedingungen, verlässlicher Anleitung und einem unterstützenden Team. Nur so blieben sie der Pflege langfristig erhalten, argumentiert die Pflegebeauftragte der Bundesregierung.
"Um die Arbeitsbedingungen noch weiter zu verbessern, unterstütze ich die Einrichtungen in der Altenpflege auch mit meinem GAP-Projekt", sagt Staffler. GAP steht für "Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege". Es handelt sich um ein gefördertes Coaching, dass je nach Bedarf der Einrichtung etwa bei Dienstplanung, Arbeitsorganisation, Kommunikation und Mitarbeiterzufriedenheit.
Für Staffler steht fest: "Die generalistische Pflegeausbildung ist erfolgreich und attraktiv für junge Menschen. Das zeigen ja auch die aktuellen Zahlen. Insbesondere die Altenpflege profitiert von breit qualifizierten Fachkräften und mehr Durchlässigkeit im Beruf."
Kirsten Gaede