Insolvenzverfahren gegen Maro-Genossenschaft im Sommer durch
Mit der einstimmigen Zustimmung der Gläubiger hat die insolvente Maro-Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen Anfang der Woche bei einem Abstimmungstermin vor dem Amtsgericht München einen Etappensieg errungen. Sie kann nun wieder eigenständig agieren.
Der Insolvenzverwalter Ivo-Meinert Willrodt von der Kanzlei Pluta deutete das Abstimmungsergebnis als "den Grundstein für die Maro 2.0". Sie sei durch die Mieteinnahmen solide finanziert und könne positiv in die Zukunft blicken. Sämtliche bewohnte Maro-Einrichtungen "bleiben im Bestand erhalten und die Bewohner können auch künftig in ihren Wohnungen leben".
Über das Insolvenzverfahren der Genossenschaft und den erarbeiteten Sanierungsplan hatte auch Care vor9 berichtet. Nach Aussage der Rechtsanwältin Marlene Scheinert werde nun das Insolvenzverfahren planmäßig weiter abgearbeitet, bevor es "voraussichtlich im Frühsommer aufgehoben werden kann". Die erste Ausschüttung an die Gläubiger werde in den kommenden Wochen erfolgen.
Maro hat in Oberbayern bisher über 280 Wohnungen in Mehrgenerationenhäusern errichtet, darunter auch Wohngemeinschaften für Demenzkranke.