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8. März 2026 | 17:01 Uhr
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Landespflegerat fordert Alternative zur Kammer

Nach dem Aus für die Pflegekammer in Baden-Württemberg fordert der Landespflegerat von der künftigen Landesregierung eine alternative Form der Selbstverwaltung für die Pflege. "Wer von der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen Verantwortung erwartet, muss der Pflege auch die nötigen Strukturen geben", sagt der Vorsitzende des Gremiums, Ronny Brosende (Foto).

Eine Alternative könnte etwa eine Organisation mit übertragenen hoheitlichen Aufgaben sein, sagt Ronny Brosende, Vorsitzender des Pflegerats Baden-Württemberg 

Der Landespflegerat räumt ein, dass eine Pflegekammer nach der gescheiterten Mitgliederbefragung in Baden-Württemberg augenblicklich nicht durchsetzbar ist. Eine erneute Kammergründung sei "weder aktuell noch in den kommenden Jahren ein realistisches Szenario", so Brosende.

Dennoch brauche die Pflege eine eigene institutionelle Vertretung. Der Landespflegerat schlägt alternative Modelle vor, etwa eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder eine Organisation mit übertragenen hoheitlichen Aufgaben. Auch ein verbindliches Berufsregister für Pflegefachpersonen gehört zu den Vorschlägen.

Ohne Selbstverwaltung würden wichtige Entscheidungen weiterhin ohne die Profession getroffen, so Brosende. Es sei wichtig, Qualitätssicherung, Weiterbildung und berufspolitische Interessen stärker in die Hände der Pflege zu legen.

Kirsten Gaede

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