Greiner weist daraufhin, dass seit über zehn Jahren die Zahl vollstationär versorgter Pflegebedürftiger um die 800.000 stagniert. Das liege nicht an der mangelnden Nachfrage, vielmehr würden die Wartelisten immer länger. "Doch statt die drohende Versorgungskrise anzugehen, verliert sich Pflegepolitik in Wohlfühlthemen", sagt er.
Ebenso wendet sich der AGVP-Präsident gegen Vorschläge, die Pflegeeinrichtungen für die Prävention zuständig zu erklären, wie es zuletzt der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) vorgeschlagen hat. Greiner: "Wenn Prävention wirken soll, müssen Kassen und Kommunen handeln: Zugänge vereinfachen, Angebote bekanntmachen und zielgruppengerecht gestalten. Pflegeanbieter können das nicht nebenbei leisten. Ihr gesetzlicher Auftrag ist Versorgung. Und genau darauf muss sich Pflegepolitik konzentrieren."
