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31. August 2026 | 07:00 Uhr
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Zahl der Hitzetoten steigt auf über 15.000

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt für Deutschland bis Mitte August rund 15.800 hitzebedingte Todesfälle. Besonders betroffen sind Hochaltrige: Gut die Hälfte entfällt auf Menschen ab 85 Jahren. Ab einer Wochenmitteltemperatur von etwa 20 Grad steigt die Sterblichkeit deutlich. Mitte August, in der Kalenderwoche 33, lag der Wert bundesweit bei fast 22 Grad.

Die tatsächlichen Auswirkungen des Hitzesommers könnten noch größer sein: Für die Zeit von Mitte Mai bis Mitte August errechnete das RKI eine Übersterblichkeit von rund 20.500 Menschen

Hitze hat in diesem Sommer deutlich mehr Todesfälle verursacht als in den vergangenen Jahren. Besonders gefährdet sind ältere Menschen. Rund 7.960 der geschätzten 15.800 Hitzetoten waren mindestens 85 Jahre alt, weitere 3.910 zwischen 75 und 84 Jahren, so das RKI in seinem Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität vom 27. August. Damit entfielen etwa drei Viertel der Fälle auf Menschen ab 75 Jahren. Absolut starben mehr Frauen als Männer im Zusammenhang mit Hitze. Das RKI führt dies vor allem darauf zurück, dass Frauen in den hohen Altersgruppen stärker vertreten sind.

Für den Anstieg der Sterblichkeit ist nicht allein die Tageshöchsttemperatur entscheidend. Das RKI betrachtet die Wochenmitteltemperatur aus Tages- und Nachtwerten. Ab etwa 20 Grad zeigt sich ein hitzebedingter Anstieg der Gesamtsterblichkeit. In Kalenderwoche 33 lag dieser Durchschnitt bundesweit bei 21,9 Grad; in zwölf Bundesländern wurden mehr als 20 Grad erreicht.

Rund 9.600 der Hitzetoten gehen auf die extrem heiße Kalenderwoche Ende Juni zurück

Besonders viele Todesfälle konzentrierten sich auf wenige sehr heiße Wochen. Rund 9.600 der 15.800 Hitzetoten schreibt das RKI der besonders heißen Kalenderwoche 26 Ende Juni zu. Weitere etwa 4.000 Fälle entfielen auf die Hitzeperiode von Ende Juli bis Mitte August, also die Kalenderwochen 31 bis 33.

Die tatsächlichen Auswirkungen könnten noch größer sein. Für den Zeitraum von Mitte Mai bis Mitte August errechnet das RKI eine Übersterblichkeit von rund 20.500 Menschen. Übersterblichkeit bedeutet, dass mehr Menschen starben, als statistisch für diesen Zeitraum zu erwarten gewesen wären. Nicht jeder dieser zusätzlichen Todesfälle lässt sich allerdings eindeutig der Hitze zurechnen. Die Zahl ist eine statistische Schätzung, da Hitze nur selten unmittelbar als Todesursache auf dem Totenschein steht. Häufig führt erst das Zusammenspiel hoher Temperaturen mit bestehenden Erkrankungen zum Tod.

Kirsten Gaede

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