Pflegeverbände demonstrieren gegen PNOG in Erfurt
Pflegeanbieter, Beschäftigte und pflegende Angehörige wollen am Montag, 24. August, in Erfurt gegen das geplante Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) demonstrieren. Der Trägerverband BPA Thüringen und weitere Sozialverbände fordern zahlreiche Änderungen. Auch der Verband VDAB unterstützt den Protest. Im Mittelpunkt stehen die Finanzierung der Personalkosten, geplante Änderungen bei der Pflegeberatung und der Fachkräftemangel.
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Es lohne sich zu protestieren, meint die BPA-Landesvorsitzende Margit Benkenstein, denn noch sei Zeit für Anpassungen
Die Demonstration beginnt um 11 Uhr am Erfurter Bahnhofsvorplatz. Von dort zieht der Protestzug zur Staatskanzlei im Hirschgarten, wo die Abschlusskundgebung stattfindet. Geplant ist die Veranstaltung bis 13 Uhr.
"Noch ist Zeit für Anpassungen", sagt die thüringische Landesvorsitzende des Bundesverbands private Anbieter sozialer Dienste (BPA), Margit Benkenstein. Sie kritisiert, dass Einrichtungen wirtschaftlich unter Druck gerieten und zugleich das Personalproblem ungelöst bleibe. Der Gesetzentwurf müsse deshalb "grundlegend nachgebessert" werden.
Auch der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) in Thüringen will sich beteiligen. Vorstandsmitglied Heiko Tierling fordert unter anderem eine verlässliche Refinanzierung der Personalkosten, den Erhalt bestehender Beratungsstrukturen sowie schnellere Anerkennungsverfahren für internationale Pflegekräfte. Die Demonstration sei ein Signal an die Politik, Reformen "gemeinsam mit der Pflegepraxis und nicht an ihr vorbei zu gestalten".