Eigentlich sollte das Personalbemessungsverfahren schrittweise für mehr und passender qualifiziertes Personal in Pflegeheimen sorgen. Doch der nächste Schritt bleibt aus. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) kommt zu dem Schluss, dass die Personalanhaltswerte momentan nicht weiter angehoben werden können. Auch eine bundesweit einheitliche Mindestpersonalausstattung lässt sich nach Einschätzung des Ministeriums noch nicht einführen. Bisher gibt es diese nur auf Landesebene.
Der Grund ist weniger fachlicher als praktischer Natur: Es fehlen die Menschen. Laut Bundesagentur für Arbeit gelten Pflegefachkräfte als Engpassberuf. Bei den Assistenzkräften ist die Datenlage schlechter, gerade dort sieht der GKV-Bericht jedoch die größte Lücke.
Das Ministerium setzt Hoffnung in die neue Pflegefachassistenzausbildung, die 2027 starten soll. Sie könnte dabei helfen, den Mangel an Assistenzkräften zu lindern. Bis dahin bleibt es bei landesindividuellen Mindestvorgaben.