CSU-Fraktion will Pflegekontrollen in Bayern entschlacken
Die CSU-Fraktion in Bayern möchte Pflegeeinrichtungen bei Kontrollen "spürbar" entlasten. Es gehe darum, doppelte Kontrollen zu beenden und die Aufgaben von Medizinischem Dienst und der kommunalen Fachstellen, sprich, der Heimaufsichten, neu ordnen. "Unser Ziel ist ein praxisnahes und bürokratiearmes Verfahren, das bundesweit als Blaupause dienen kann", sagt der Fraktionsvorsitzende Klaus Holetschek (Foto), der von 2021 bis 2023 Gesundheitsminister in Bayern war.
STMGP Bayern
Als bayerischer Gesundheitsminister hat Holetschek bereits ein Projekt angestoßen, um Prüfungen zu reduzieren
Die Kontrollen müssten so gestaltet sein, dass sie den Alltag nicht erschweren, sagt Holetschek. Er verweist auf ein Modellprojekt in Buxheim, das er als bayerischer Gesundheitsminister angestoßen hat, mit dem Ziel, nicht notwendige Dokumentationspflichten einzudämmen. Künftig sollten besonders gute Prüfergebnisse stärker herausgestellt werden, "um die Beschäftigten zu motivieren". Es sei erfreulich, dass die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach das System der Pflegekontrollen erneuert.
Bayern hat bereits vor einem Jahr begonnen, die Anforderungen an Pflegeanbieter zu lockern: So wurden die gesetzlich vorgeschriebene Einzelzimmerquote und die Fachkraftquote aufgehoben. Außerdem sind Heimbetreiber nicht mehr verpflichtet, bestehende Gebäude umfassend zu modernisieren und zu sanieren.