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18. April 2023 | 07:00 Uhr
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Pflichtversicherung soll stationären Eigenanteil finanzieren

Eine kapitalgedeckte Pflichtversicherung mit einer Monatsprämie von 39 Euro soll die Eigenanteile in der stationären Pflege weitgehend übernehmen und ihre Finanzierung generationengerecht gestalten. Dies sind die Kernpunkte des Vorschlags eines Experten-Rats aus vier Wissenschaftlern und einem Verbraucherschützer. Den Auftrag für ein Modell zur Lösung explodierender Eigenanteile erteilte ihnen der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV).

Pflegeheim Rollstuhl und Bett Foto iStock byryo.jpg

Wer soll das bezahlen? Ein von der PKV initiierter Experten-Rat hat ein Modell für die Finanzierung explodierender Eigenanteile in der stationären Pflege vorgestellt

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Erfahren Sie, was möglich ist

Wenn die Babyboomer in Rente gehen, wird es eng in der Pflege. Diese Erkenntnis sei nicht neu, aber die Politik schiebe die größte Herausforderung für die Sozialsysteme vor sich her, sagt PKV-Chef Florian Reuther. Das gerade im Kabinett beschlossene Pflegegesetz sei keine Lösung für die langfristigen Probleme, es verschärfe sie eher noch. Die Zeit dränge für eine echte Reform. Dazu wolle der Verband einen Diskussionsbeitrag liefern.

Eigenanteile in fünf Jahren verdoppelt

Bei den Eigenanteilen in der stationären Pflege drücke der Schuh meisten, so Professor Dr. Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen. In nur fünf Jahren habe sich die monatliche Zuzahlung von durchschnittlich 610 Euro auf 1.218 Euro verdoppelt. Und: "Die Dynamik bleibt, die Eigenanteile steigen weiter." Wasem und seine Kollegen sehen keine Chance, das Problem mit dem heutigen System bezahlbar zu lösen und gleichzeitig sozial und generationengerecht zu gestalten. Dass die junge Generation immer mehr bezahlen, um die Eigenanteile in Schach zu halten, "wird nicht funktionieren", so der Experten-Rat. 

Die Wissenschaftler schlagen deshalb eine kapitalgedeckte Versicherung mit Aufbau von Alterungsrückstellungen vor, um die Lücke zwischen den Pflegekosten und den Leistungen
der gesetzlichen Pflegeversicherung zu füllen. Der Eigenanteil soll auf zehn Prozent begrenzt bleiben.

Pflege+ Versicherung soll Pflicht für alle sein

Diese sogenannte "Pflege+ Versicherung" soll zur Pflicht für alle werden und die monatliche Prämie für die, die beim Start höchstens 20 Jahre alt sind, 39 Euro betragen. Ältere bis 45 zahlen gestaffelt bis 52 Euro, danach bleibt der Beitrag konstant. Die Hälfte davon hätte der Arbeitgeber zu bezahlen. Kinder blieben beitragsfrei, Menschen ohne Einkommen und Rentner würden ebenfalls nur so viel zahlen wie Arbeitnehmer. Der Beitrag soll real immer gleich bleiben, das heißt, er erhöht sich nur um die Inflation. 

Eine Staffelung sehen die Experten auch bei der Leistung vor. Bei Einstieg bis 45 Jahren zahlt die Pflege+ Versicherung 90 Prozent des Eigenanteils. Wer beim Abschluss der Versicherung schon älter ist, muss sich mit einen geringer werdenden Anteil begnügen. Mit 65 sind es noch 56 Prozent des Eigenanteils, ab 67 Jahren bleibt der Zuschuss mit 40 Prozent konstant. Das die Älteren mehr bezahlen, sei für die Mehrheit kein Problem. Sie hätten fürs Alter finanziell vorgesorgt.

Der Vorschlag zur Pflege+ Versicherung des Experten-Rats steht auf der Website der PVK.

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