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21. März 2024 | 07:00 Uhr
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Verbände fordern Sofortmaßnahmen für die Pflege

Die aktuelle Krise in der Pflege kann nicht auf eine langwierige Reformdebatten über die Zukunft der Pflegeversicherung warten. Deshalb fordern der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (Devap) und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) von der Bundesregierung Sofortmaßnahmen, um die Versorgung von Pflegebedürftigen in der aktuellen Krise zu sichern.

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BPA und Devap fordern Sofortmaßnahmen, um die Pflege sicherzustellen

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"Eine zukunftsfeste Ausrichtung der Pflegeversicherung ist eine Herkulesaufgabe, für die viele unterschiedliche Ansätze auf dem Tisch liegen", sagt Devap-Vorsitzender Wilfried Wesemann. Die dazu notwendigen gesellschaftlichen Debatten und Haushaltsfriktionen des Bundes dürften aber nicht als Ausrede dienen, um schnelle Entlastungen immer weiter aufzuschieben. "Pflegebedürftige finden immer weniger die Versorgung, die sie brauchen, und Angehörige werden mit der Pflege zuhause allein gelassen" so Wesemann weiter, der fast 2.000 stationäre und 1.400 ambulante Einrichtungen der Altenhilfe vertritt. "Sie brauchen Sofortmaßnahmen und keine Grundsatzdiskussionen oder politische Nebelkerzen."

"Die Pflegeeinrichtungen stehen in erheblichem Maße unter existenzgefährdendem Druck und die Versorgung der Pflegebedürftigen bricht an immer mehr Orten zusammen", warnt BPA-Präsident Bernd Meurer, der für 13.000 Pflegeunternehmen spricht. "Mit einer korrekten, sachbezogenen Verteilung der finanziellen Lasten könnte die Bundesregierung Milliardenentlastungen für die Pflegeversicherung ermöglichen. Diese konkreten Schritte aber aufzuschieben, grenzt an unterlassene Hilfeleistung für die Betroffenen."

Notwendig sei ein einmaliger Kostenausgleich, der die Leistungen der Pflegebedürftigen den erheblich gestiegenen Kosten anpasst, sowie eine Dynamisierung der Sachleistungsbeträge, fordern die beiden Verbandsspitzen. Zudem solle die Bundesregierung die Kosten den Systemen zugeordnet werden, die dafür zuständig seien. So müssten bis drei Milliarden Euro jährlich für die medizinische Behandlungspflege in Pflegeheimen von Krankenkassen übernommen werden. Die soziale Absicherung von pflegenden Angehörigen müsse aus Steuermitteln finanziert und die Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen der Pflegebedürftigen herausgenommen werden.

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