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26. August 2026 | 07:00 Uhr
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In der Altenpflege wächst die Arbeitszufriedenheit

Die Berufszufriedenheit von Pflegefachkräften in Nordrhein-Westfalen ist gestiegen. 63 Prozent bewerten ihre berufliche Situation positiv, 2023 waren es erst 51 Prozent. Besonders in Alten- und Pflegeheimen hat sich die Stimmung verbessert. Pascale Hilberger-Kirlum, Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerats, hält die Entwicklung für bundesweit übertragbar. Als Gründe nennt sie höhere Löhne, quantitativer und qualitativer Personalaufbau sowie das Ende der pandemiebedingten Ausnahmesituation.

In der ambulanten Pflege ist die Zufriedenheit mit 6,5 Punkten auf einer Zehn-Punkte-Skala höher als in Pflegeheimen und Krankenhäusern   

Die repräsentative Allensbach-Befragung im Auftrag der Pflegekammer NRW zeigt eine deutliche Trendwende. Der Anteil der sehr zufriedenen Pflegefachkräfte stieg binnen zwei Jahren von 23 auf 33 Prozent. Auf einer Zehn-Punkte-Skala erhöhte sich die durchschnittliche Zufriedenheit über alle Arbeitsfelder hinweg von 5,4 auf 6,2 Punkte.

Am stärksten fiel der Sprung in Alten- und Pflegeheimen aus. Dort stieg der Wert von 4,7 auf 5,7 Punkte. Damit bleibt die Altenpflege zwar unter dem Durchschnitt, hat aber sichtbar aufgeholt. In Krankenhäusern erhöhte sich der Wert von 5,4 auf 6,1, in der ambulanten Pflege von 5,9 auf 6,5 Punkten. Befragt wurden 2.880 Pflegefachpersonen.

Höhere Gehälter dürften eine wichtige Rolle spielen

Die Entwicklung fällt in eine Zeit, in der sich gerade in der Altenpflege bei der Bezahlung viel verändert hat. Seit Einführung der Tariftreueregelung 2022 müssen Pflegeeinrichtungen ihre Beschäftigten nach Tarif oder mindestens auf regionalem Tarifniveau bezahlen. Die Gehälter in der Altenpflege sind seitdem kräftig gestiegen, der frühere Abstand zur Krankenpflege hat sich stark verringert.

Auch Hilberger-Kirlum sieht darin einen wichtigen Grund. "Höhere Löhne, Personalentwicklung und das Ende der pandemiebedingten Ausnahmesituation haben die Arbeitssituation vieler beruflich Pflegender verbessert", sagt die Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerats. Hinzu komme aus ihrer Sicht, dass sich die positive Entwicklung nicht auf Nordrhein-Westfalen beschränke, sondern bundesweit zu beobachten sei.

Die Pflegekammer NRW nennt außerdem den Personalaufbau der vergangenen Jahre und die fortschreitende Digitalisierung als mögliche Gründe. Trotz der positiven Entwicklung mahnt Hilberger-Kirlum, aus den Zufriedenheitswerten keine Entwarnung abzuleiten. Der Pflegebedarf wachse schneller als das verfügbare Personal. Nötig seien weniger Bürokratie, eine Digitalisierung, die wirklich entlastet, und ein bedarfsgerechter Personalmix.

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