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17. Oktober 2023 | 13:28 Uhr
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Gesetz zur Klimaanpassung lässt Finanzierung offen

Verbände äußern massive Kritik am aktuellen Entwurf des Bundes-Klimaanpassungsgesetzes (KAnG). In der Finanzierung liegt die größte Herausforderung, zeigt eine Umfrage des Paritätischen Wohlfahrtsverbands unter 900 Experten des Sozial- und Gesundheitswesens. Ein Verbände-Bündnis bemängelt zudem, dass der aktuelle Entwurf der zentralen Bedeutung von Gesundheit, Pflege und Sozialem für die Klimaanpassung nicht gerecht werde.

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Verbände bemängeln beim Gesetz zur Klimaanpassung die fehlende Finanzierung

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Das Bündnis, dem unter anderem der Deutsche Pflegerat, die Bundesärztekammer, der BKK Dachverband und die AWO angehören, fordert, dass die zentrale Bedeutung eines krisenfesten Gesundheits- und Pflegesektors für Klimaanpassung in einem eigenen Cluster hervorgehoben werden müsse. Zudem müsse das Gesetz auf die Dringlichkeit eingehen. Wirksame Klimaanpassung brauche außerdem eine nachhaltige und niedrigschwellig zugängliche Finanzierung.

Für die AWO spielt Klimaanpassung bereits eine zentrale Rolle. Täglich würden über vier Millionen Menschen durch die freie Wohlfahrt versorgt, gepflegt und betreut. Viele seien durch die erwartbaren Hitzeperioden gefährdet und müssten besser geschützt werden. "Dafür brauchen wir eine gute gesetzliche Grundlage, die den Schutz der Menschen in den Fokus nimmt und auch die Finanzierung", so AWO-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner.

80 Prozent spüren die Hitze im Arbeitsalltag

Die Finanzierung des notwendigen Hitzeschutze scheint denn auch die größte Hürde zu sein. Eine Umfrage des Paritätischen Gesamtverbands, an der sich rund 900 Fach- und Leitungskräfte aus dem Sozial-und Gesundheitswesen beteiligten, zeigt das Fehlen einer verlässlichen, nachhaltigen und unbürokratischen Finanzierungsgrundlage.

Vier von fünf Einrichtungen gaben an, dass die Auswirkungen von Hitze im Arbeitsalltag deutlich zu spüren sind. Drei von vier Befragten sagten, dass ihnen Hitzewellen große Sorgen bereiten. Es fehle aber an finanziellen und personellen Ressourcen für einen umfassenden Hitzeschutz. Bestehende Förderprogramme seien zu kompliziert im Antragsverfahren und die Förderfenster zu kurz. Zudem besteht ein großer Informationsbedarf. So wussten 69 Prozent der Befragten nicht, ob es bei ihnen einen kommunalen Hitzeschutzplan gibt.

Thomas Hartung

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