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26. Mai 2026 | 22:07 Uhr
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Warken prüft höhere Pflegebeiträge für Kinderlose

Die Finanzlage der Pflegeversicherung verschärft sich schneller als erwartet. Der GKV-Spitzenverband meldet für das erste Quartal ein Defizit von 667 Millionen Euro – trotz eines Bundesdarlehens von 800 Millionen Euro. Für 2026 ist ein Minus von rund einer Milliarde Euro zu erwarten. Gesundheitsministerin Nina Warken (Foto) prüft deshalb laut Medienberichten höhere Beiträge für Kinderlose. Gleichzeitig warnt die DAK bereits vor einer allgemeinen Beitragserhöhung noch in diesem Jahr.

Kinderlose zahlen jetzt schon höhere Beiträge als Versicherte mit Kindern. Nina Warken überlegt nun, sie noch einmal um 0,1 Prozentpunkt zu erhöhen 

"Bei der Pflegeversicherung brennt die Hütte", sagt GKV-Spitzenverbandschef Oliver Blatt. Rechnet man die Schulden beim Bund hinzu, summiert sich das Defizit laut Verband auf 4,2 Milliarden Euro. Die Pflegeversicherung lebe "auf Pump", warnt Blatt. Besonders kritisch: Die Ausgaben steigen mit 9,1 Prozent deutlich schneller als die Einnahmen mit 7,7 Prozent.

Warken will laut Redaktionsnetzwerk Deutschland deshalb den Zuschlag für Kinderlose von derzeit 0,6 auf 0,7 Prozentpunkte anheben. Für Versicherte ohne Kinder würde der Beitragssatz damit auf 4,3 Prozent steigen. Für Versicherte mit Kindern bliebe es bei den bisherigen Sätzen von 3,6 Prozent (ein Kind), 3,35 Prozent (zwei Kinder) oder 3,1 Prozent (drei Kinder).

DAK-Chef Andreas Storm hält dennoch weitere Belastungen für möglich. Angesichts des Milliardendefizits sei "auch eine Beitragserhöhung von bis zu 0,2 Prozentpunkten in der zweiten Jahreshälfte zu befürchten", sagte er der Bild. Erst Anfang 2025 war der Beitragssatz um 0,2 Punkte gestiegen.

Die drei Lösungsvorschläge des GKV-Spitzenverbands 

Der GKV-Spitzenverband fordert kurzfristig drei Maßnahmen: Der Bund solle die Corona-Kosten von 5,2 Milliarden Euro an die Pflegeversicherung zurückzahlen, künftig die Rentenbeiträge pflegender Angehöriger übernehmen und die Länder stärker bei den Investitionskosten der Pflegeheime in die Pflicht nehmen. Letzteres könnte Pflegeheimbewohner laut Blatt "praktisch über Nacht" um durchschnittlich 500 Euro monatlich entlasten.

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